Relaunch – Chancen und Gefahren

Relaunch – Chancen und Gefahren

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Mit einem Relaunch wird Dein Shop oder Deine Webseite überarbeitet. Ziel dieser Maßnahme ist es, dass eine inhaltliche oder technische Verbesserung eintritt. Hierbei gibt es viel zu beachten. Dieser Artikel stellt Dir die wichtigsten Schritte vor. 

10 Gründe für einen Relaunch der Webseite

Ein Relaunch ist ein großer Eingriff in Deine Internet Präsenz. Fehler können nämlich schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Daher sollte man einen Relaunch nur unter bestimmten Gesichtspunkten durchführen. 

Bei den folgenden Punkten solltest Du über einen Relaunch nachdenken: 

  1. Man sollte immer aktuelle Design und Technik Trends berücksichtigen. Redesign stärkt die Usability und unterstützt den Nutzer beim Surfen auf der Webseite.
  2. Wenn die Website zu wenig oder gar keine Conversions erzeugt, dann solltest Du über einen Relaunch nachdenken. Mit einem einem besseren Design, besserer Kundenansprache und besseren technischen Möglichkeiten kann die Conversion Rate Deiner Seite deutlich gesteigert werden.
  3. Veraltete Inhalte oder ein falscher Produktfokus sind ebenfalls schlecht für die Conversion Rate. Dein Shop sollte immer das aktuelle Produktportfolio enthalten, sonst kaufen Deine Kunden bei Deinem Mitbewerber.
  4. Wenn Du kein Responsive Webdesign hast, dann musst Du dringend ein Relaunch durchführen. Eine fehlende Anpassung der Webseite an die mobilen Geräte führt zu einer hohen Absprungrate. Viele Nutzer surfen heutzutage überwiegend mit einem Smartphone.
  5. Google bewertet Webseiten mit einem mobilen Design als benutzerfreundlich. Dies wirkt sich positiv auf die Rankings in der mobilen Google Suche aus.
  6. Eine langsame Ladegeschwindigkeit der Website sollte vermieden werden. Da die Aufmerksamkeitsspanne der User gering ist, muss das Laden der Website in wenigen Sekunden erfolgen. Ansonsten brechen die User die Sitzung ab und gehen auf eine andere Webseite.
  7. Eine schlechte Präsentation Deiner Inhalte schadet dem Image Deines Brands. Nutzer erwarten professionellen Content auf einer Firmen-Webseite. Ist dies nicht der Fall, verschwindet der potentielle Kunde.
  8. Technische Sicherheitslücken müssen mithilfe eines Relaunchs so schnell wie möglich geschlossen werden, um Datendiebstahl vorzubeugen.
  9. Mit dem Inkrafttreten der DSGVO müssen einige technische Funktionen angepasst werden.
  10. Oftmals besitzen Unternehmen einen Shop, Blog und eine Webseite. Bei mehreren Seiten mit ähnlichen Inhalt sollte man über eine Zusammenführung der Seiten nachdenken.

Planen und Durchführen eines Webseiten Relaunchs

Gute Planung mit ausreichend Zeit für einen Relaunch ist von großer Bedeutung. Alte Seiten sollten vorab gecrawlt werden, um einen Überblick über die vorhandenen Links zu bekommen. Dies ist für die späteren Redirects und Analysen wichtig. 

Vorbereitende Maßnahmen

Mithilfe eines Content-Audits solltest Du die vorhandenen Inhalte auf der Webseite überprüfen. Dabei solltest Du darauf achten, dass Deine Inhalte durch den Relaunch komprimiert werden. Durch diese Maßnahme steigerst Du die Qualität Deiner Webseite. 

Besonders wichtig ist der Fokus Deiner Webseite. Er sollte auf die Key-Landingpages gerichtet sein. Dabei geht es um die traffic- und conversionstarken Seiten, die weiter ausgebaut und optimiert werden müssen. 

Für alle Seitentypen erarbeitest Du einen Strategieplan, um daraus die zukünftige Seitenstruktur und Deinen Maßnahmen-Katalog ableiten zu können. Das Ziel ist eine suchmaschinenoptimierte URL-Struktur für ein besseres Ranking zu implementieren. Bei der Planung der Navigation hingegen solltest Du das Augenmerk auf die Benutzerfreundlichkeit richten. 

Überlege im Vorfeld wie Du gewisse Maßnahmen automatisieren kannst, beispielsweise interne Verlinkungen in der Sidebar oder im Footer. Des Weiteren solltest Du Dir Gedanken machen, mit welchen Keywords Deine Key-Landingpages ranken sollen. Hierfür erstellst Du am besten eine Keyword-Map. 

Besonders viel Zeit solltest Du Dir beim Planen von internen Links und Redirects lassen, um spätere Traffic- und Sichtbarkeitsverluste bei Google zu vermeiden. 

Jetzt geht’s los

Nach der Vorbereitungsphase kann es dann losgehen. Hier sind die wichtigsten Schritte für einen Relaunch. 

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Neben UX spielt der Faktor SEO die wichtigste Rolle -> Kein Relaunch ohne SEO-Begleitung!
  1. Die Webseite wird in der Testumgebung erstellt und anschließend überprüft.
  2. Jetzt startet man mit dem Redirect Mapping. Man gleicht die alte URL-Struktur mit der neuen ab. Am besten nutzt man hierzu erst einmal Excel, bevor man live geht. Das hat den Vorteil, dass eventuelle Fehler beim Mapping entdeckt und behoben werden können.
  3. Nun muss die htaccess-Datei vorbereitet werden. Wichtig ist, dass die richtigen Weiterleitungen genutzt werden. Anstatt 302- sollten die 301-Redirects verwendet werden. Die 302-Weiterleitungen sind nämlich temporär und bei zeitlich begrenzten Änderungen einsetzbar. Bei einer 301 ist die Umleitung endgültig. Übrigens: 302 und 301 sind HTTP Statuscodes des Servers, die beim Aufrufen der umgeleiteten Seiten angezeigt werden.
  4. Jetzt kommt der Relaunch und die überarbeitete Webseite wird live geschaltet. Hierbei wird die alte htaccess-Datei ersetzt und die Redirects eingerichtet.

Best Practices

Oft werden folgende Punkte bei einem Relaunch vergessen: 

  • Du musst überprüfen, ob canonical tags in Deinem Relaunch berücksichtigt wurden.
  • Bei international ausgerichteten Seiten sollte überprüft werden, ob die hreflang tags übernommen wurden.
  • Oftmals werden alte Redirects bei einem neuen Relaunch vergessen. Daher sollte man sein Mapping auch diesbezüglich überprüfen. Wichtig: Ketten von Redirects müssen vermieden werden! Besser ist es, wenn der ursprüngliche Redirect auf die neue bzw. aktuelle Seite verweist.

Maßnahmen nach dem Relaunch

Nach dem Relaunch solltest Du unbedingt mehrere Wochen Deinen Traffic über Google Analytics beobachten. Ebenso macht es Sinn über ein SEO Tool die Sichtbarkeitsentwicklung Deiner Webseite zu checken. Fehler beim Redirect-Mapping führen in der Regel zu einem Sichtbarkeitsverlust, der dann zu weniger Traffic führt. Daher solltest Du das Ganze im Auge behalten. 

Es empfiehlt sich auch die alten URLs noch einmal zu crawlen, um zu schauen, ob die Redirects auch wirklich funktionieren. Anschließend crawle auch die neue Website, um mögliche URL-Fehler zu finden. 

Mithilfe der Google Search Console (GSC) kannst Du ebenfalls das Ergebnis Deines Relaunchs überwachen. Sollte Google beim Crawlen noch gravierende Fehler finden, so wird Dir das in der GSC angezeigt.

 

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